Firma

Die Firma CWG Gutmann Mode + Textil UG (haftungsbeschränkt) vermittelt Warengeschäfte in der europäischen Textilindustrie. Vornehmlich Meterware für deutsche Hersteller von Bekleidung in der Damen- und Herrenkonfektion von italienischen, portugiesischen, türkischen und Webern, Strickern und Druckern sowie Vermittlung von Näh- und Fertigungskapazitäten für Hemd, Bluse und Shirt.

Geschichte

Die heutige Firma CWG Gutmann Mode+Textil wurde im Jahre 1948 von Friedrich Gutmann in Andernach am Rhein gegründet. In den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg arbeitete man für die Firma Leininger in Neuwied, die einen überregionalen Stoffgroßhandel betrieb. Besucht wurde der Meterwareneinzelhandel und später auch die langsam entstehende Konfektionsindustrie in Rheinland-Pfalz und Saarland.

Im Laufe der 50-iger Jahre übernahm man weitere Kollektionen, natürlich immer aus deutscher Produktion und baute die Angebotspalette aus. Man vertrat zu dieser Zeit einige der bekanntesten Namen der damaligen deutschen Textilindustrie. U. a.: Spindler, Schäfer, Salzmann, Rawe und später SWA. Alles Firmen, die Heute nicht mehr existieren. Mitte der 60-iger Jahre übernahm man die ersten Vertretungen aus Italien, insbesondere aus Prato. Dies führte dazu, dass das Verkaufsgebiet nach Norden hin ausgeweitet wurde. Dies hatte aber wieder zu Folge, dass auf Grund noch fehlender Infrastruktur, die Reisen ins Ruhrgebiet und Bielefeld doch sehr aufwändig waren. Aus diesem Grunde entschloss man sich, im Jahre 1969 den Sitz nach Köln zu verlegen. Mehr oder weniger in die Mitte des damaligen Verkaufsgebiets. Das Geschäft mit der Meterware entwickelte sich sehr gut. Kunden wie Steilmann, Thierschmidt, Hirsch, Irringer entstanden und wurden gute Kunden. Anfang der 70-iger Jahre erweiterte man das Geschäftsfeld um den Bereich Lohnkonfektionsvermittlung. Man arbeitete mit einem Betrieb in Süd-Italien zusammen. Die Lohnkosten damals dort, entsprechen Heute ungefähr dem derzeitigen Lohnniveau in Rumänien. Dieses zweite Standbein entwickelte sich überaus gut. Man arbeitete mit den damals größten deutschen Konfektionsunternehmen in erheblichen Stückzahlen zusammen. In dieser Zeit wurden drei weitere Vertreterkollegen mit dem Vertrieb der Webware eingesetzt, da die zeitliche Inanspruchnahme im Bereich der Lohnkonfektion zu groß wurde.

Im Jahre 1983 trat dann Christian Gutmann, der Sohn und heutige Geschäftsführer nach Studium und Tätigkeiten bei einem deutschen Kleiderhersteller und dann einer großen Futterstoffweberei in das Unternehmen ein. In erster Linie, um die Verkaufsaktivitäten im Bereich Webware und hier insbesondere für den süddeutschen Raum zu bearbeiten. Der Zufall brachte Vater und Sohn mit der Firma Orsucci in Como zusammen. Aus dieser Verbindung entstand eine lang andauernde und für beide Seiten sehr erfolgreiche Zusammenarbeit. Die damals junge Firma Orsucci entwickelte sich zu einem der führenden modischen Drucker aus Italien. Im Jahre 1985 fiel der Senior auf Grund einer Krebserkrankung für längere Zeit aus. Der Bereich Lohnkonfektion wurde in einem stark verkleinerten Rahmen fortgeführt und später, auf Grund der veränderten Lohnkostensituation in Italien ganz aufgegeben. Zusammen mit einigen Vertreterkollegen entschloss man sich im Jahre 1989 eine gemeinsame Büro- und Showroom-Etage in Neuss zu etablieren. Ein Novum, dass lange Jahre erfolgreich funktionierte am Ende aber, an den zu hohen Kosten scheiterte. Mittlerweile hat man den Sitz erneut verlegt. In Bergisch Gladbach konnte man ein größeres Büro mit anschließender Lagerfläche beziehen. Neben der Firma Orsucci vertrat man auch Lanisa, Olmetex, Meunier Freres.

Alles Namen, die es nicht mehr gibt. Der langsame Abstieg der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie bahnte sich seinen Weg. Es begann, insbesondere im Rhein-Ruhr-Raum, ein großes Kundensterben und somit auch herbe Umsatzeinbussen. Eine Analyse ergab, dass es mittlerweile mehr Kunden im süddeutschen Raum gab. Dies hatte zur Konsequenz, dass man sich nach einem Standort im Süddeutschen umsah. Die Umgebung von Nürnberg, so hat es eine Standortanalyse ergeben, sollte es sein. So bezog man im Jahre 2010 das heutige Büro in Lindelburg, 20 Km von Nürnberg entfernt.